Impfen von Risikogruppen

Für Menschen über 60 sind Impfungen besonders wichtig.

Mit zunehmendem Alter sinkt die Abwehrkraft des Immunsystems kontinuierlich – auch wenn Sie sich noch gesund und fit fühlen. Damit gewinnen Schutzimpfungen zusätzlich an Bedeutung: Sie gleichen aus, was der Körper aus eigener Kraft nicht (mehr) schafft, und sorgen so für einen zuverlässigen Schutz vor Infektionskrankheiten. Dieser Schutz ist derzeit wichtiger denn je. Denn in der aktuellen Grippesaison geht Gefahr nicht nur von Influenza-Viren und Pneumokokken aus, sondern auch von SARS-CoV-2, besser bekannt als „Coronavirus“. Es sprechen also gleich mehrere gute Gründe dafür, in diesem Jahr keine der empfohlenen Impfungen zu versäumen:

Schützen Sie sich durch Impfungen!

Die Influenza an sich ist in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich. Oft sind es eher ihre Begleiterscheinungen. Mit den Schutzimpfungen gegen Grippe und Pneumokokken verringern Sie unter anderem auch die Wahrscheinlichkeit von Herzinfarkten und Lungenentzündungen. Das ist aktuell besonders wichtig, denn schwere Verläufe einer Corona-Infektion ziehen ebenfalls die Lunge und das Herz-Kreislauf-System in Mitleidenschaft. Eine gleichzeitige Infektion mit einem In-fluenza- und einem Coronavirus kann daher insbesondere für ältere Menschen schwerwiegende Erkrankungen verursachen. Das Gleiche gilt für Infektionen mit Pneumokokken, wenn sie gemeinsam mit einer Coronavirus-Erkrankung auftreten.

Minimieren Sie Ihr Risiko!

Beim schweren Verlauf einer Influenza ist oft ein Krankenhausaufenthalt nötig. Durch die Schutzimpfungen gegen Influenza und Pneumokokken sowie das Einhalten der empfohlenen Hygienemaßnahmen - wie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und das Abstandhalten - können Sie das Risiko schwerer Erkrankungen auch und vor allem in „Corona-Zeiten“ für sich und auch für andere Menschen deutlich verringern.

Minimieren Sie das Risiko für andere - Gemeinsam Verantwortung übernehmen!

Wenn Sie den Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) nachkommen, schützen Sie damit auch Säuglinge, die noch nicht im impffähigen Alter sind - zum Beispiel Ihre Enkelkinder. Der Schutz kommt aber auch Erwachsenen zugute, die aufgrund einer chronischen Erkrankung oder eines geschwächten Immunsystems besonders anfällig für Infektionskrankheiten sind und nicht geimpft werden können. Auf diesen Effekt baut das Konzept des Gemeinschaftsschutzes (auch Herdenimmunität): Wenn ein bestimmter Prozentsatz an Menschen in der Bevölkerung immun ist, kann sich eine Krankheit nicht weiter ausbreiten. Geimpfte Personen bauen also eine Art Schutzmauer auf, die ungeimpfte Personen mit schützt.

Quelle: https://thüringen-impft.de/60/