Viele fragen sich, warum man Kinderkrankheiten wie Masern, Röteln oder Keuchhusten nicht einfach so wie die älteren Generationen in der Kindheit durchmachen kann? Eigentlich wären diese doch ganz harmlos.

Leider stimmt das so nicht, denn nicht immer verlaufen diese Infektionen harmlos und es kann auch zu schwereren Verläufen kommen. Als Kinderkrankheiten werden sie nur bezeichnet, weil sie so ansteckend sind, dass vor der Impf-Ära die meisten Personen schon in der Kindheit daran erkrankt waren.

Beispielsweise verläuft die Masern-Erkrankung nicht immer ohne Komplikationen. Bis zu 6 Wochen nach Erkrankung bleibt das Immunsystem so geschwächt, dass es zu anderen Infektionen kommen kann. Dabei können Mittelohrentzündungen, Atemwegs- oder Lungenentzündungen auftreten. Besonders gefürchtet ist als Komplikation die Gehirnentzündung, die zu geistiger Behinderung oder Lähmungen oder in seltenen Fällen auch zum Tod führen kann. Noch seltener, aber leider immer wieder vorkommend, ist eine Spätkomplikation, die über Jahre zur fortschreitenden Entzündung des Gehirns und des Nervensystems führt und immer tödlich verläuft. Dabei sind besonders Kinder betroffen, die im ersten Lebensjahr an Masern erkrankt sind. Mit 2 Impfungen gegen Masern, die mit einem Kombinationsimpfstoff (Masern, Mumps, Röteln) verabreicht werden, wird jedes Kind geschützt. Diese Impfungen sollen die Kinder möglichst in den ersten zwei Lebensjahren erhalten. Versäumte Impfungen sollen bis zum 18. Geburtstag nachgeholt werden. Auch nach 1970 geborene Erwachsene mit unklarem Impfschutz, ohne Impfung oder mit nur einer Impfung in der Kindheit sollen einmalig gegen Masern geimpft werden.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.masernschutz.de.